SUCHT & AD(H)S

Schnittstelle SUCHT & AD(H)S

Wenn der Kopf nie stillsteht…

Haben Sie das Gefühl, ständig unter Strom zu stehen? Ist Ihr Alltag ein permanenter Kraftakt zwischen Reizüberflutung und dem Versuch, „einfach zu funktionieren“?

Viele Frauen und Mädchen mit AD(H)S (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) erleben eine innere Unruhe, die kaum auszuhalten ist.

Der Druck, gesellschaftlichen Rollenbildern zu entsprechen, führt zu einer permanenten Überanstrengung (Masking). Unter Masking (oder Camouflaging) versteht man das bewusste oder unbewusste Verstecken von ADHS-Symptomen, um in einer neurotypischen Welt „normal“ zu wirken und soziale Erwartungen zu erfüllen. Da Mädchen oft zu Anpassung und sozialer Kompetenz erzogen werden, ist Masking bei Frauen besonders verbreitet und ein Hauptgrund dafür, dass ihre AD(H)S häufig erst Jahrzehnte später diagnostiziert wird.

Oft wird der Griff zu Alkohol, Medikamenten oder anderen Substanzen zum einzigen Weg, um das Gedankenkarussell für einen Moment zu stoppen.

Selbstmedikation und Substanzmissbrauch

Was wie ein Suchtproblem aussieht, kann der Versuch einer Selbstmedikation sein. Ob Nikotin, Alkohol oder andere Substanzen – sie können dazu dienen, das Gedankenkarussell zu stoppen oder den Drang nach neuen Reizen (Sensation Seeking) zu stillen. Ohne Hilfe steigt das Risiko für Begleiterkrankungen wie:

  • Depressionen und Ängste
  • Ess- und Schlafstörungen
  • Burnout und chronische Selbstwertprobleme

Unser Ansatz: Wir sehen das ganze Bild.

Klassische Suchthilfe kann an Grenzen stoßen, wenn die Besonderheiten von AD(H)S nicht berücksichtigt werden. Wir trennen diese Themen nicht. Unser integriertes Angebot unterstützt Sie dabei, die Verbindung zwischen Ihren Impulsen und dem Konsum zu verstehen und neue, gesunde Strategien für Ihren Alltag zu entwickeln.

Dieses Projekt wird gefördert aus Mitteln der Deutschen Fernsehlotterie.

Informationen und Terminvereinbarung

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