THC wirkt, weil die Cannabinoide an spezielle Rezeptoren im Gehirn und in unserem Nervensystem andocken. Neben der berauschenden, euphorisierenden und psychoaktiven Wirkung, sind cannabinoide Rezeptoren in Zellen des Immunsystems, der Lunge, Milz, Haut, Knochen, dem Magen und Darmtrakt und in den Fortpflanzungsorganen zu finden.
Wie stark und in welcher Weise THC wirkt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. der Konsumform, der Konsummenge, dem THC-Gehalt des Cannabis und der psychischen Befindlichkeit der Konsumierenden. Cannabis wirkt psychisch positiv wie negativ auf das Fühlen und Denken, das Gedächtnis, die Wahrnehmung, die Kommunikation und das Körpererleben. Zum positiven Spektrum zählt die Steigerung der Stimmung mit Gefühlen von Entspannung und Wohlbefinden. Zu den negativen Wirkungen gehören niedergedrückte Stimmung, psychomotorische Erregung, Unruhe, Angst und Panikreaktionen bis zu paranoiden Wahnvorstellungen. Die Hirnleistungsfähigkeit wird beeinflusst durch die Dauer und Intensität. Der im Jugendalter begonnene Konsum kann die kognitive Leistungsfähigkeit beeinflussen.