Besonders bei chronischem Konsum von Cannabis kann es zu einer psychischen Abhängigkeit kommen. Der Übergang vom Missbrauch zu einer Abhängigkeit verläuft fließend. Der Abhängigkeit geht meist ein langer und intensiver Konsum voraus.
Die psychische Abhängigkeit von Cannabis entwickelt sich deshalb, weil Konsumentinnen immer häufiger in Versuchung geraten, schwierige Alltagssituationen und damit verbundene unangenehme Gefühle oder Gedanken durch das Kiffen auszublenden. Es entsteht bei den Konsumentinnen das Gefühl ohne Cannabis das Leben nicht mehr bewältigen zu können. Beim Absetzen von Cannabis können Entzugserscheinungen wie innere Leere, Freudlosigkeit, Antriebsmangel, Konzentrationsstörungen, Ängste, Schlafstörungen etc. entstehen.
Laut der deutschen Hauptstelle für Suchtfragen ist die Voraussetzung für die Bildung einer (körperlichen) Abhängigkeit die sogenannte Toleranzbildung, d. h. die Zufuhr von immer höheren Dosen um die gleiche Wirkung zu erzielen. Beim Absetzen von Cannabis können auch körperliche Entzugssymptome wie Schüttelfrost, Fieber, Kopfschmerzen etc. auftreten.